Mit diesem Produktionsrechner für Gummibonbonformen können Sie das eingefüllte Stückgewicht, die gesamte Formkapazität, die Stückzahl pro Produktionszyklus, die benötigte Rezepturmenge und die Anzahl der Formen für ein Produktionsziel abschätzen. Für die schnelle Planung werden nur sechs Eingaben benötigt.
Berechnung des eingefüllten Gummibonbongewichts
Geschätztes eingefülltes Gewicht pro Gummibonbon (g) = Kavitätenvolumen (mL) × gemessene Rezepturdichte (g/mL)
Beispiel: Eine 3-mL-Kavität, die mit einer Rezeptur mit 1,20 g/mL Dichte gefüllt wird, enthält schätzungsweise 3,6 g Masse.
3mL × 1,20g/mL = 3,6g
Dies ist das Gewicht unmittelbar nach dem Einfüllen, also vor Trocknung, Gelierung/Aushärtung, Beschichtung oder anderen Prozessänderungen. Das endgültige Stückgewicht kann abweichen und sollte am fertigen Produkt geprüft werden.
Rezepturdichte messen
Wiegen Sie ein bekanntes Volumen Ihrer warmen, dosierfertigen Rezeptur und teilen Sie das Gewicht in Gramm durch das Volumen in Millilitern.
Beispiel: Wiegen 20mL Rezeptur 24g, beträgt die Dichte:
24g ÷ 20mL = 1,20g/mL
Die gemessene Dichte liefert ein genaueres Ergebnis als die Annahme, dass 1mL immer 1g entspricht.
Gesamtkapazität einer Form berechnen
Gesamtkapazität der Form (mL) = Kavitätenvolumen × Kavitätenanzahl
Beispiel: Eine Form mit 140 Kavitäten à 3mL hat eine theoretische Kapazität von 420mL.
3mL × 140 Kavitäten = 420mL
Stückzahl pro Produktionszyklus berechnen
Gummibonbons pro Zyklus = Kavitäten pro Form × Anzahl der Formen
Beispiel: Zehn Formen mit jeweils 296 Kavitäten können bei vollständiger Befüllung bis zu 2.960 Gummibonbons pro Zyklus ergeben.
296 × 10 = 2.960 Gummibonbons
Benötigte Formen für ein Produktionsziel berechnen
Benötigte Formen = Zielstückzahl ÷ Kavitäten pro Form ÷ Produktionszyklen
Runden Sie immer auf die nächste ganze Form auf.
Beispiel: Für 50.000 Gummibonbons mit einer 296-Kavitäten-Form über zehn Zyklen:
50.000 ÷ 296 ÷ 10 = 16,9
Sie benötigen mindestens 17 Formen.
Gesamte benötigte Rezepturmenge berechnen
Gesamte Rezepturmenge = Kavitätenvolumen × Kavitätenanzahl × Anzahl der Formen × Produktionszyklen
Beispiel: Zehn Formen mit je 420mL Kapazität über fünf Zyklen benötigen theoretisch:
420mL × 10 × 5 = 21.000mL, also 21 Liter.
In der Praxis kann zusätzliche Rezeptur für Rückstände, Transferverluste, Überlauf oder Unterfüllung erforderlich sein.
Die passende Gummibonbonform auswählen
Sehen Sie sich sofort verfügbare Gummibonbonformen an, vergleichen Sie Formen für größere Produktionsmengen oder prüfen Sie Universalformen für Depositoren für automatisierte Produktionslayouts.
Für eine eigene Form, ein Logo, ein bestimmtes Kavitätenvolumen oder ein an Ihre Anlage angepasstes Layout können Sie eine individuelle Gummibonbonform anfragen.
Weitere Informationen zu Formgrößen, Kavitätenvolumen, Füllmethoden und Maschinenkompatibilität finden Sie im Leitfaden zu Formgröße, Gewicht und Produktion.
Häufige Fragen
Entspricht 1mL immer 1g?
Nein. Milliliter messen Volumen, Gramm messen Gewicht. Die Umrechnung hängt von der gemessenen Dichte Ihrer Rezeptur ab.
Zeigt der Rechner das endgültige Gummibonbongewicht?
Nein. Er schätzt das Gewicht beim Einfüllen vor Trocknung, Gelierung/Aushärtung, Beschichtung oder anderen Prozessänderungen. Wiegen Sie fertige Produkte, um das Endgewicht zu bestätigen.
Warum soll ich die Rezepturdichte eingeben?
Unterschiedliche Mengen an Gelatine, Pektin, Zucker, Sirup, Wirkstoffen und Wasser führen zu unterschiedlichen Dichten. Eine gemessene Dichte verbessert die Schätzung.
Wie viele Formen sollte ich bestellen?
Der Rechner liefert das theoretische Minimum anhand Ihrer Zielstückzahl, Kavitätenanzahl und geplanten Produktionszyklen. Für Arbeitsablauf, Kühlung, Gelierung/Aushärtung, Reinigung, Handling oder Ausfallzeiten kann zusätzliche Formkapazität sinnvoll sein.
Kann ich diese Berechnungen für Angaben auf Nahrungsergänzungsmittel-Etiketten verwenden?
Nutzen Sie den Rechner nur zur Produktionsplanung. Bestätigen Sie das endgültige Portionsgewicht und den Wirkstoffgehalt durch kontrollierte Produktionstests und geeignete Laboranalysen.