Was ist BPA-freies Silikon?
David Garcia
BPA-freies Silikon bezeichnet Silikonprodukte, die ohne Bisphenol A (BPA) hergestellt werden. BPA wird vor allem bei bestimmten Polycarbonatkunststoffen und Epoxidharzen eingesetzt; Silikon gehört zu einer anderen Polymerfamilie. Ein „BPA-frei“-Hinweis ist jedoch nur eine einzelne Materialangabe und ersetzt keine Prüfung der vollständigen Formulierung, Lebensmittelkontakt-Dokumentation oder Produktspezifikation.
Für Produktionsformen: gewerbliche Silikonformen für Fruchtgummis nach Form, Kavitätenvolumen und Produktionsmethode vergleichen.
Silikon-Grundlagen
Silikone sind synthetische Polymere mit einem Silizium-Sauerstoff-Rückgrat. Ausgangspunkt der Chemie ist Silizium, das in der Natur häufig gebunden vorkommt, unter anderem als Siliziumdioxid (SiO2, Silica).
Siliziumdioxid in Lebensmitteln
Siliziumdioxid kommt natürlich in vielen Materialien und Lebensmitteln vor und wird außerdem als Trennmittel gegen Verklumpen eingesetzt. In den USA darf es unter den in 21 CFR 172.480 festgelegten Bedingungen in Lebensmitteln verwendet werden. Für konkrete Produkte sind immer die jeweils geltenden Spezifikationen und Einsatzgrenzen zu prüfen.
Silizium und Silikon sind nicht dasselbe
Silizium ist das chemische Element Si. Silikon bezeichnet eine breite Familie synthetischer Materialien, die Silizium enthalten. Die Begriffe sollten nicht austauschbar verwendet werden.
Was ist BPA?
BPA steht für Bisphenol A. Es wird vor allem zur Herstellung bestimmter Polycarbonatkunststoffe und Epoxidharze verwendet. Laut dem National Institute of Environmental Health Sciences ist die Ernährung für die meisten Menschen die wichtigste BPA-Expositionsquelle, weil BPA aus bestimmten Lebensmittelkontaktmaterialien in Lebensmittel oder Getränke übergehen kann.
Die Forschung untersucht weiterhin mögliche gesundheitliche Auswirkungen der BPA-Exposition. Risiko und Evidenz hängen von Dosis, Zeitpunkt, Population und Endpunkt ab. Deshalb sind pauschale Aussagen wie „BPA-frei bedeutet automatisch sicher“ oder „jedes BPA-Ersatzmaterial ist gefährlich“ nicht angemessen.
Was bedeutet „BPA-frei“ tatsächlich?
Die Kennzeichnung bedeutet, dass das Produkt kein BPA enthält. Sie bestätigt nicht automatisch, dass jede andere verwendete Substanz oder jedes fertige Produkt für jeden Lebensmittelkontakt geeignet ist. Bei Kunststoffen können beispielsweise andere Bisphenole eingesetzt werden; deshalb sollten Käufer die vollständige Material- und Compliance-Dokumentation des konkreten Produkts prüfen.
Wie wird Silikon hergestellt?
Silikonmaterialien basieren auf Silizium-Sauerstoff-Polymeren; Polydimethylsiloxan (PDMS) ist ein verbreitetes Beispiel. Für ein fertiges Produkt wird eine Silikonbasis mit ausgewählten Bestandteilen formuliert, geformt und durch Vernetzung ausgehärtet. Rezeptur und Verfahren unterscheiden sich nach Anwendung.
Temperatur und Haltbarkeit
Silikonkautschuk kann je nach Typ über einen breiten Temperaturbereich funktionieren. Die zulässige Betriebstemperatur hängt jedoch von Silikongüte, Formulierung, Anwendung und Expositionsdauer ab. Verwenden Sie deshalb die Temperaturangabe des konkreten Produkts und keine allgemeine „Silikon-Grenze“.
Auch Eigenschaften wie Spülmaschinen-, Gefrier-, Flecken- oder Geruchsbeständigkeit hängen vom jeweiligen fertigen Produkt ab. Prüfen Sie Pflege-, Temperatur- und Einsatzhinweise des Herstellers.
Silikon im Lebensmittelbereich
Silikonpolymere werden in vielen technischen Produkten eingesetzt. Geeignete Lebensmittelkontakt-Silikone können zu wiederverwendbaren Formen für die Lebensmittelproduktion verarbeitet werden. Entscheidend ist die Dokumentation und Spezifikation des jeweiligen Materials und der fertigen Form.
Weitere Informationen zu Produktionsformen finden Sie in unserer Kollektion gewerblicher Fruchtgummiformen.